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Dienstag, 23. Juni 2009
Eiland
Am Dienstag, 23. Jun 2009 im Topic 'dahergelaufen'
Die Künstlerin stellt ihre Werke in einer Kneipe aus. Es sind lauter Stadtansichten, alles ist buntig wie bei Hundertwassers unterm Plümo, Menschen sind nicht abgebildet. Sie ist in der Welt rumgekommen. Neben den Bildern hängen kleine Schilder mit dem Namen und dem Preis. Das mit dem halben Eiffelturm ist schon verkauft. Die Gäste an der Theke raten, welche Städte die Bilder zeigen. Das da ist London, sagt S. In der Tat, die Tower Bridge ist gut getroffen. Daneben erkennt die Thekengemeinschaft die Skyline von Chicago, und oben das muß Sydney sein. Da war ich schon, meint E. An der anderen Wand hängt eins, dessen Vorlage keiner identifizieren kann. Guck doch mal nach, fordert man P. auf, der nahe dem Bild sitzt. Auf steht der, geht hin, liest, kommt zurück und setzt sich wieder vor sein Hefe. Ist irgendne Stadt auf ner Insel, sagt er. Kenne ich aber nicht. Sag schon, fordert E. Das ist Acryl, sagt P. Auf Canvas, wo immer das liegt.
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Donnerstag, 18. Juni 2009
Am Donnerstag, 18. Jun 2009 im Topic 'dahergelaufen'
Der 49-Jährige gab sich als seine verstorbene Mutter aus.
Hätte er mal lieber die lebende gespielt. Dann wäre er vielleicht gar nicht aufgeflogen.
Hätte er mal lieber die lebende gespielt. Dann wäre er vielleicht gar nicht aufgeflogen.
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Sonntag, 14. Juni 2009
Am Sonntag, 14. Jun 2009 im Topic 'Begegnungen'
Daß es sich bei dieser Zeile aus dem allsonntäglichen Gebet um einen Mondegreen handelte, so berichtet S., habe er erst sehr spät, nämlich in bereits jugendlichem Alter bemerkt. Das volkstheologische Konzept, das er sich um diesen merkwürdigen Satz gebastelt hatte, ist aber auch schlagend. Ausgehend von der Annahme, daß Gott allmächtig ist, sei festzustellen, daß dieser die Welt habe erschaffen können, wie es ihm in den Kram paßt. Hätte er also den Menschen als reines, schuldloses Wesen geformt, d. h. ein klein wenig besser nach seinem Bilde als wir de facto sind, wäre alles gut bis ans Ende der Zeiten. Da wir aber nun mal, und insofern geht die kindliche s.sche Exegese mit der Lehre der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche konform, mit dem Makel der Erbsünde behaftet sind, weshalb ja auch der Erlöser am Kreuz für uns usw. usf., müsse man mithin konstatieren, daß ER diesbezüglich ziemlichen Mist gebaut habe. Als guter Christ reiche man aber dem Schöpfer jederzeit die Hand und verzeihe ihm diesen Lapsus. Und deshalb war es für S. ganz normal, IHM im Vaterunser mit den Worten „wie auch wir vergeben unsre Schuld dir gern“ die Absolution zu erteilen.
(Ich plädiere übrigens für Wumbaba als deutsche Übersetzung von „Mondegreen“. Maskulin. Plural Wumbabas.)
(Ich plädiere übrigens für Wumbaba als deutsche Übersetzung von „Mondegreen“. Maskulin. Plural Wumbabas.)
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So schnell kann's gehen
Am Sonntag, 14. Jun 2009
Search request: ayatollah Khomeini aus Sarg gefallen
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Donnerstag, 11. Juni 2009
Geschäftsaufgabe
Am Donnerstag, 11. Jun 2009 im Topic 'Schaufenster'

Wir bedanken uns bei unserer Kundschaft für die langjährige Treue, heißt es oder ähnlich normalerweise, wenn der Laden nicht mehr läuft. Das hier hat mehr Größe.

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Sonntag, 7. Juni 2009
Am Sonntag, 7. Jun 2009 im Topic 'Kindheit und Walter'
In Teheran ist heute der am Samstag gestorbene Ayatollah Chomeini beigesetzt worden. Vorausgegangen waren chaotische Szenen, als Millionen Trauernde zum Sarg Chomeinis drängten.
Begonnen hatte die heutige Trauerfeier mt einem gemeinsamen Gebet vor dem einbalsamierten Leichnam Chomeinis. Aus allen Teilen des Landes waren mehrehre Millionen Iraner zur großen Gebetsstätte geströmt. Anschließend sollte Chomeini zu seinem Grab auf dem Märtyererfriedhof Behesht-e Zahra im Süden Teherans übergeführt werden. Als der Leichnam für den Transport aus dem Glassarg genommen wurde, mußten Revolutionsgardisten die anstürmende Menge zurückhalten. [...]
Dann wurde der Leichnam in einem offenen Holzsarg zum Leichenwagen getragen, über die Köpfe der Trauernden hinweg. Der Wagen konnte sich jedoch keinen Weg durch den Trauerzug bahnen; er war hoffnungslos eingekeilt. Der Sarg wurde nun von einem Militärhubschrauber zum Friedhof gebracht. Kurz zuvor war der Leichnam aus dem Sarg gefallen, als verzweifelte Trauernde am Grabtuch Chomeinis rissen.
(1989)
Begonnen hatte die heutige Trauerfeier mt einem gemeinsamen Gebet vor dem einbalsamierten Leichnam Chomeinis. Aus allen Teilen des Landes waren mehrehre Millionen Iraner zur großen Gebetsstätte geströmt. Anschließend sollte Chomeini zu seinem Grab auf dem Märtyererfriedhof Behesht-e Zahra im Süden Teherans übergeführt werden. Als der Leichnam für den Transport aus dem Glassarg genommen wurde, mußten Revolutionsgardisten die anstürmende Menge zurückhalten. [...]
Dann wurde der Leichnam in einem offenen Holzsarg zum Leichenwagen getragen, über die Köpfe der Trauernden hinweg. Der Wagen konnte sich jedoch keinen Weg durch den Trauerzug bahnen; er war hoffnungslos eingekeilt. Der Sarg wurde nun von einem Militärhubschrauber zum Friedhof gebracht. Kurz zuvor war der Leichnam aus dem Sarg gefallen, als verzweifelte Trauernde am Grabtuch Chomeinis rissen.
(1989)
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