... neuere Einträge
Sonntag, 28. September 2008
Maget spricht
Am Sonntag, 28. Sep 2008 im Topic 'funchen'
"Die CSU wird prüfen, ob sie einen Partner oder eine Partnerin findet, und wir werden das auch tun."
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Samstag, 27. September 2008
Am Samstag, 27. Sep 2008 im Topic 'dahergelaufen'
Search request: anmeldebildschirme alien
Ich muß ja nicht alles verstehen.
Ich muß ja nicht alles verstehen.
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Mittwoch, 17. September 2008
Am Mittwoch, 17. Sep 2008 im Topic 'Schaufenster'

Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Montag, 15. September 2008
Quallo will das Perlhuhn knuseln
Am Montag, 15. Sep 2008 im Topic 'dahergelaufen'
Nebenan weist Anatol Stefanowitsch im Bremer Sprachblog auf eine (mittlerweile beendete? Jedenfalls verschwundene) Umfrage von NDR 2 aus der letzten Woche zum Thema „Nervige Sprachtrends“ hin. Zur Auswahl dessen, was man ablehnen durfte, stand neben „SMS-Kauderwelsch“ und den üblichen bösen Anglizismen auch „Jugendsprache“. Tante Gu schickt einen, mit einigen der in dieser Rubrik versammelten Beispiele bestückt, stracks zu Langenscheidt:
Die Idee hinter dem „Jugendwort des Jahres" ist, den Sprach- und Wortwandel durch den kreativen Umgang der Jugendlichen mit der Alltagssprache zu präsentieren und zu dokumentieren.
Und dann stehen da dreißig Begriffe, die ebenjenen kreativen Umgang der Jugend mit der Alltagssprache dokumentieren. Eine Auswahl:
Bildschirmbräune (blasse Haut eines Computerfreaks) [187]
Datenzäpfchen (USB-Stick) [112]
Gammelfleischparty (Ü-30-Party) [429]
Heuchlerbesen (Blumenstrauß) [132]
Ich denke, man muß nicht extra erwähnen, daß mindestens 90 % der Belege sich genau um den Langenscheidt-Wettbewerb drehen.
Vom Glutamat-Palast über die Streberburg bis zum Zornröschen mag sich jeder selber den Sprachgebrauch der Jugend ergugeln.* Wahrlich, da wurde ganze lexikographische Arbeit geleistet. Und die Presse schreibt lustig gegenseitig von einander ab, es ist zum Weinen.
Und jetzt soll bloß niemand kommen und behaupten, die Jugend sei sprachlich nicht erfinderisch.
Tut ja auch keiner. Bloß läßt die sich ihre eigenen Wörter einfallen. Authentisches dazu findet sich in Gesprächsforen, in denen junge Leute diskutieren:
Für mich klingen diese Wörter eher nach Leuten auf Ü-30 Partys die mittags auf der Arbeit ihren "Cappu" trinken. Ich kenn keinen Jugendlichen, der solche Wörter ernsthaft benutzen würde, zumindest die meisten klingen so, als hätte man mühsam drüber nachgedacht, um sich was Lustiges einfallen zu lassen. Es klingt einfach viel zu bemüht lustig. Also insgesamt peinlich.
*Nachtrag (15.09.):
Anatol Stefanowitsch hat sich die Mühe tatsächlich gemacht.
Die Idee hinter dem „Jugendwort des Jahres" ist, den Sprach- und Wortwandel durch den kreativen Umgang der Jugendlichen mit der Alltagssprache zu präsentieren und zu dokumentieren.
Und dann stehen da dreißig Begriffe, die ebenjenen kreativen Umgang der Jugend mit der Alltagssprache dokumentieren. Eine Auswahl:
Bildschirmbräune (blasse Haut eines Computerfreaks) [187]
Datenzäpfchen (USB-Stick) [112]
Gammelfleischparty (Ü-30-Party) [429]
Heuchlerbesen (Blumenstrauß) [132]
Ich denke, man muß nicht extra erwähnen, daß mindestens 90 % der Belege sich genau um den Langenscheidt-Wettbewerb drehen.
Vom Glutamat-Palast über die Streberburg bis zum Zornröschen mag sich jeder selber den Sprachgebrauch der Jugend ergugeln.* Wahrlich, da wurde ganze lexikographische Arbeit geleistet. Und die Presse schreibt lustig gegenseitig von einander ab, es ist zum Weinen.
Und jetzt soll bloß niemand kommen und behaupten, die Jugend sei sprachlich nicht erfinderisch.
Tut ja auch keiner. Bloß läßt die sich ihre eigenen Wörter einfallen. Authentisches dazu findet sich in Gesprächsforen, in denen junge Leute diskutieren:
Für mich klingen diese Wörter eher nach Leuten auf Ü-30 Partys die mittags auf der Arbeit ihren "Cappu" trinken. Ich kenn keinen Jugendlichen, der solche Wörter ernsthaft benutzen würde, zumindest die meisten klingen so, als hätte man mühsam drüber nachgedacht, um sich was Lustiges einfallen zu lassen. Es klingt einfach viel zu bemüht lustig. Also insgesamt peinlich.
*Nachtrag (15.09.):
Anatol Stefanowitsch hat sich die Mühe tatsächlich gemacht.
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Samstag, 6. September 2008
Wochenende
Am Samstag, 6. Sep 2008 im Topic 'Begegnungen'
Ich gehe gern zum Zeitungsmännchen. Weil dann ist meistens Freitagnachmittag oder der Morgen des Samstags, jedenfalls Wochenende. Dann stelle ich mein Fahrrad vor dem Laden ab, ohne es abzuschließen, denn ich muß mir keine Sorgen darum machen, das Zeitungsmännchen hat mich ja bereits gesehen und seine Augen überwachen das Rad, kein Dieb hätte eine Chance, es unbemerkt zu entwenden, und er greift, noch bevor ich im Laden bin, ins Regal zum Tabak, den er nur für mich bestellt hat, er kennt mich, ich komme schon lange freitagnachmittags oder samstagmorgens zu ihm, wenn Wochenende ist, und er hat keinen anderen Kunden, der meinen Tabak raucht, und ich trete ein und er begrüßt mich mit Guten Tag der Herr. Und er hat die Sorte Blättchen schon dazugelegt, von denen er weiß, daß ich sie bevorzuge, ich habe die Blättchen schon dazugelegt der Herr, sagt er, und dann nehme ich mir immer die Zeit und manchmal die Süddeutsche aus dem Regal, gehe, wenn es mich überkommt, zur Lottotheke und spiele die zwei Reihen, die mein Vater schon vierzig Jahre gespielt hat und nichts gewonnen, meine Zahlen kommen ja sowieso nie, sage ich, und er sagt, man steckt ja nicht drin, der Herr, und dann sage ich vielleicht, noch eine Gitanes ohne bitte, die gönne ich mir zur Feier des Tages, und er lächelt und sagt, muß auch mal sein, der Herr.
Dann zahle ich meine Zeit und meinen Tabak und manchmal meine Gitanes und den Lottoschein und die Süddeutsche, und er sagt, auf Wiedersehen der Herr, ein schönes Wochenende der Herr, Ihrem Fahrrad ist nichts geschehen der Herr.
Heute habe ich das Zeitungsmännchen gefragt, ob es möglich ist, mir eine Ausgabe der Zeit nachzubestellen, die ich verpaßt habe, weil ich in Urlaub war. Natürlich der Herr, sagte das Zeitungsmännchen, das ist kein Problem der Herr, es kann allerdings etwas dauern der Herr. Das macht nichts, sagte ich, es ist mir gleich, wann ich die Zeit lese, nur daß ich sie lese ist mir wichtig, und er nahm ein Zettelblöckchen und schrieb meinen Wunsch auf, fügte das Datum hinzu, dann zögerte er. Für wen der Herr darf ich das aufschreiben, fragte er, und ich sagte meinen Namen. Das ist kein Problem Herr Schandhase, es kann aber etwas dauern Herr Schandhase, ich tue, was ich kann Herr Schandhase, Sie wissen ja, die Verlage Herr Schandhase, man steckt ja nicht drin Herr Schandhase. Auf Wiedersehen Herr Schandhase, ein schönes Wochenende Herr Schandhase, und Ihr Fahrrad ist unversehrt Herr Schandhase.
Ich brauche ein neues Zeitungsmännchen.
Dann zahle ich meine Zeit und meinen Tabak und manchmal meine Gitanes und den Lottoschein und die Süddeutsche, und er sagt, auf Wiedersehen der Herr, ein schönes Wochenende der Herr, Ihrem Fahrrad ist nichts geschehen der Herr.
Heute habe ich das Zeitungsmännchen gefragt, ob es möglich ist, mir eine Ausgabe der Zeit nachzubestellen, die ich verpaßt habe, weil ich in Urlaub war. Natürlich der Herr, sagte das Zeitungsmännchen, das ist kein Problem der Herr, es kann allerdings etwas dauern der Herr. Das macht nichts, sagte ich, es ist mir gleich, wann ich die Zeit lese, nur daß ich sie lese ist mir wichtig, und er nahm ein Zettelblöckchen und schrieb meinen Wunsch auf, fügte das Datum hinzu, dann zögerte er. Für wen der Herr darf ich das aufschreiben, fragte er, und ich sagte meinen Namen. Das ist kein Problem Herr Schandhase, es kann aber etwas dauern Herr Schandhase, ich tue, was ich kann Herr Schandhase, Sie wissen ja, die Verlage Herr Schandhase, man steckt ja nicht drin Herr Schandhase. Auf Wiedersehen Herr Schandhase, ein schönes Wochenende Herr Schandhase, und Ihr Fahrrad ist unversehrt Herr Schandhase.
Ich brauche ein neues Zeitungsmännchen.
Permalink (5 Kommentare) Kommentieren
... ältere Einträge
