Montag, 24. Dezember 2007
[11.]
der Kunde im Zigarettenladen, der sich auf das „Frohe Weihnachten“ des Verkäufers in der Tür nochmal rumdreht und mit einem herzlichen „Deine Scheißfloskeln kannst du dir in den Arsch schieben“ antwortet.

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Montag, 17. September 2007
[10.]
der aufkommende Wind, die zunehmende Bewölkung, der Temperatursturz, der Wechsel der Lichtverhältnisse, die gemeinsam mit der Kenntnis des Datums und nur damit den Gedanken zu Tage fördern: Jetzt ist Herbst.

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Donnerstag, 6. September 2007
[9.]
die schon wieder zwei jungen Studentinnen am Café-Nachbartisch, die sich über Literatur unterhalten: die eine, die zum besten gibt, daß es ihr immer suspekt gewesen sei, Gedichte interpretieren zu müssen, weil sich die meisten Dichter beim Schreiben wahrscheinlich gar nichts dächten, sondern das nur runterschrieben, nur die Schüler müßten dann was drin suchen; die andere, die ihr beipflichtet und dann "Schwarze Milch der Frühe zum Beispiel" sagt und der Typ sei sicher bekifft gewesen, als er das gemacht habe.

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Mittwoch, 18. Juli 2007
[7.]
die, nun ja, physisch herausgeforderte Frau mit den zwei winzigen Hunden, die fortwährend den kleineren der beiden streichelnd und ihn mit "das ist ja noch alles ganz neu für dich, du warst ja noch nie hier" beruhigend eine Cola Light bestellt, während ihr Partner auf sie einredet, sie solle doch während seines Türkeiaufenthalts nicht immer anrufen, er habe nämlich keine Lust auf dicke Telefonrechnungen,
[7a.]
die Erkenntnis, daß dicke Damen immer kleine Hunde haben und noch immerer kalorienarme Getränke bestellen.

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Sonntag, 10. Juni 2007
[6.]
der Frührentner, der immer, immer. Immer! im Trainingsanzug am geöffneten Fenster seiner Erdgeschoßwohnung steht, wenn ich mal zum Kiosk gehe, um Zeretten oder Bier zu kaufen,
[6a.]
der wahrscheinlich denkt: der Arbeitslose, der immer, immer. Immer! zum Kiosk geht, wenn ich mal an meinem Fenster stehe, um frische Luft zu schnappen.

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Samstag, 9. Juni 2007
[5.]
die Geräuschkulisse aus der Fußgängerzone, die man schon um die Ecke hört und bei der man denkt: Ui, sicher eine Demo, und
[5a.]
die genau fünf 16 oder 17 Jahre alten Mädchen, die selbige, sich über die richtige Art des Sichkleidens unterhaltend, verursachen.

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Dienstag, 5. Juni 2007
[4.]
die Zungen, die man jetzt überall eisschleckend sieht,
[4a.]
der Konsens darüber, daß die Zunge nur für das Eis, den Kuß und den Arzt die Mundhöhle verlassen darf. Vielleicht noch fürs Ätschsagen und fünfzig Meter vor dem Olympiasieg.

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Samstag, 2. Juni 2007
[3.]
das Gesicht der Spanierin am Nebentisch im Café, deren Begleiter sie von seiner Apfelschorle probieren ließ, da sie das Getränk noch nicht kannte: "Con gaz!" sagte sie und guckte, als habe sie gerade einen Löffel Maden essen müssen.

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Donnerstag, 31. Mai 2007


Die Cola ist reiner Zufall.

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[2.]
die Rotzfahnen (gibt es das Wort außer hier überhaupt noch?), die sich links von mir auf dem Boden türmen, die ich einmal am Tag wegräume.

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